Nähinitiative „Tröpfchenverberger – nähen & schützen“

(Corona-Freiwilligenhilfe 2020)

Durch die Vorschrift der Bayerischen Staatsregierung, in Zukunft beim Einkaufen und in Bussen zum Schutz vor dem Corona-Virus Mundschutz zu tragen, ist der Bedarf danach sehr groß. Doch wie kann er gedeckt werden? Um Helfern (m/w/d) und Risikogruppen innerhalb sozialer Einrichtungen, von sozialen Hilfsdiensten und Ehrenamtlichen, Kunden von Sozialkaufhäusern sowie den Aktiven in den organisierten Nachbarschaftshilfen die Möglichkeit zu geben, sich mit einem alltäglichen Mundschutz zu versehen, hat die Freiwilligenagentur GemeinSinn eine Nähinitiative gegründet. Ehrenamtliche helfen mit, dass diese Personengruppen sich und ihr Gegenüber künftig durch Tragen einer Community-Maske besser schützen können. Die Freiwilligenagentur GemeinSinn koordiniert die Initiative zentral für den kompletten Landkreis. Dazu gab es folgende Aufrufe, Material für die Schutzmasken zu spenden:
Es wurde folgendes Grundmaterial verarbeitet:

Stoff, nur reine Baumwollstoffe mind. 60 Grad waschbar (z.B. auch saubere Bettwäsche, Tischdecken)

Nähgarn und beschichteter Draht oder Alu Draht mit 1-2mm Stärke.
Die Spenden wurden beim BRK Kreisverband abgegeben: Rot Kreuz Laden, Gabelsberger Str. 2, Mo-Fr 9-12 Uhr (bitte an Türe klopfen) und im Rot Kreuz Haus, Gorch-Fock-Str., Servicestelle, Mo-Do 8-16 u. Fr 9-12 Uhr (nicht in Kleidercontainer).

NäherInnen, die freiwillig Masken nach einer festen Vorlage fertigstellen möchten und können, können sich an die Freiwilligenagentur GemeinSinn wenden. Am besten direkt unter http://www.freiwilligenagentur-gemeinsinn.de/corona-hilfe/, den Button „Ich biete Hilfe“ anklicken und „Mundschutz nähen“ angeben. Alternativ können sich Helferinnen telefonisch unter 09721/94904-27 oder per E-Mail info@freiwilligenagentur-gemeinsinn.de melden. Die Freiwilligenagentur GemeinSinn beliefert die ehrenamtlichen NäherInnen dann mit Stoff, einem Näh-Starter-Set und sie erhalten eine Nähanleitung.

Die fertigen Masken holen ehrenamtliche HelferInnen ab, um diese dann an die gemeldeten Einrichtungen je nach Bedarfsangabe zu verteilen.
Wenn eine der sozialen Einrichtungen Mundschutz benötigt, muss dies ebenfalls unter http://www.freiwilligenagentur-gemeinsinn.de/corona-hilfe/ gemeldet werden. Beim Feld „Wir suchen Hilfe – Institution“ muss angegeben werden „Mundschutz nähen“ und der Bedarf inkl. Mengenangabe beschrieben werden. Je nachdem, wie viel Material die Nähinitiative erhält und wie viele NäherInnen mitwirken, so viele Masken können für soziale Zweck eingesetzt werden.
Die Abgabe erfolgt nicht an Privatpersonen. Menschen, die zu einer Risikogruppe zählen und Bedarf an einer Maske haben, können sich an die örtlichen Nachbarschaftshilfen wenden. Eine Übersicht, welche organisierten Nachbarschaftshilfen es im Landkreis Schweinfurt gibt, ist unter http://www.freiwilligenagentur-gemeinsinn.de/fuer_nachbarschaftshilfen/ zu finden. Die Nachbarschaftshilfen erhalten je nach Bedarf den Mundschutz – via ehrenamtlicher Lieferung – vom zentralen Koordinierungszentrum der Freiwilligenagentur und können die Masken dann an Bedürftige vor Ort weiterverteilen.
Unterstützt wird die Koordination von einem Logistiker, der bereits beim Aufbau der Initiative ehrenamtlich mitgewirkt hat und dem besonderen Dank gilt. Von der ersten gefertigten Alltagsmaske an mit dabei sind eine Ehrenamtliche, die die Starter-Sets besorgt und packt, sowie ein freiwilliges Team von NäherInnen der Passionsspiele Sömmersdorf e.V.. Sie habe bereits in kürzester Zeit viele Masken fachgerecht hergestellt.
Die Nähintiative „Tröpfchenverberger – nähen & schützen“ basiert auf ehrenamtlichem Engagement, welches durch die zentrale Fachstelle im Landkreis Schweinfurt betreut wird und unterstreicht das Motto der Freiwilligenagentur GemeinSinn „zusammen geht´s!“. Das zeigt sich besonders auch in dieser Krisenzeit. Dafür bedankt sich die Agentur bei allen, die sich einbringen und sich solidarisch zeigen.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Aktion sogenannte „Nestel-Kissen“ nähen

Die Nähinitiative „Tröpfchenverberger – nähen & schützen“ hat mit über 2.500 handgefertigten Alltagsmasken einen großartigen, freiwilligen Beitrag zum Corona-Schutz im Landkreis Schweinfurt eingebracht. Unser Dank geht an alle Beteiligten! So konnten wir zahlreiche soziale Einrichtungen mit kostenfreiem Mund-Nasen-Schutz versorgen. Da die Näherinnen so viel Freude hatten, haben wir geprüft, ob es weiteren Bedarf an selbst Genähtem gibt; Dinge, die Menschen im Landkreis Schweinfurt – außer den bereits gefertigten Schutzmasken – helfen würden?

Unsere Recherche ergab, dass sogenannte „Nestel-Kissen“ gefragt sind. Sie helfen vor allem Menschen mit Demenz sowie Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit. Ein Nestel-Kissen ist eine Bereicherung, weil es Beschäftigung schafft, Erinnerungen weckt und die Feinmotorik schult. Es kann besonders in Alten- und Pflegeeinrichtungen gut eingesetzt werden, weshalb viele Nestel-Kissen bei uns nachgefragt sind.

Einige Näherinnen haben sich sofort an ihre Maschine gesetzt und mit viel Geschick, Kreativität und freiwilligem Engagement die ersten Teile erstellt. Das Material dafür haben Viele ehr zu Hause oder erhalten wir von Kleiderspenden aus den Rot-Kreuz-Läden. Die „Nestel-Kissen“ werden wir den Einrichtungen dann gesammelt, kostenfrei an Alten- und Pflegeeinrichtungen übergeben.

Falls Sie auch Lust haben, sich an der Aktion zu beteiligen, melden Sie sich einfach bei uns.